Sur wie "Süden", Stroemming wie "Strom" - alles falsch! Aus dem Norden - genauer: aus schwedischen Gewässern - kommt der Fisch, von dem hier die Rede ist. Er stinkt, schmeckt aber vorzüglich. Eine Frau in Deutschland musste sogar vor den Richter, bloß weil sie es sich erlaubt hatte, eine Dose astreinen Surstroemmings bei sich zu Hause aufzumachen. (Die Nachbarn sind auch nicht mehr die alten.) Dafür hat die nämliche Dame aber das Lustprinzip für immer in ihr Leben eingeführt. Aus Schweden kommen also nicht nur Selbstbaumöbelstücke samt klingenden Namen und dem obligaten Du-Wort, sondern auch natürliche Köstlichkeiten - wie unser Beispiel zeigt. Und: Im Gegensatz zum genannten Möbel, das man in der Peripherie jeder Großstadt bekommt, ist der Surstroemming - wie alles Leckere - eine Rarität. Und es ist fast so wie mit den Künstlern in Österreich: Erst wenn sie tot sind, sind sie wirklich wertvoll. Ja, die Besten erwischt es zuerst! Einen Haken hat der Fisch indessen: Das Aufkriegen einer Dose mit ihm drinnen gleicht einem Nahkampfsport asiatischer Provenienz. Es ist bis jetzt keinem/r Ungeschulten gelungen, ohne verheerende Zwischenfälle eine Surstroemming-Dose aufzumachen. Wohl auch Ihnen nicht! Außer Sie sind Schwede/Schwedin oder besitzen einen schwedischen Surstroemmingspezialdosenöffner. Oder aber - Sie lesen regelmäßig dieses Weblog.
5 Kommentare:
der typ in dem roten pullover gefällt mir! ;)
Da find ich den Fisch aber schon spannender... Will kosten!
fib
Wahnsinn. Kaum vorstellbar dass das echt so schlimm sein soll.
björn
wenn am 12. jänner auch so nette typen die dose öffnen komm ich gern vorbei. kann man da noch genauere info bekommen?
mein gott wie geil!
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